Das Teilprojekt „Morbus Wilson“ hat es
sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis für die Krankheitsentstehung und
den klinischen Verlauf zu vertiefen, Tests zur Sicherung der
Diagnosestellung zu verbessern und weitere Therapien zur effektiven
Behandlung zu entwickeln. Um diese Ziele umzusetzen, sind folgende
Projekte geplant:
- Schaffung einer bundesweiten Morbus Wilson Datenbank.
Hier werden die wichtigsten medizinische Daten einer möglichst großen
Anzahl von Morbus Wilson Patienten gespeichert. Dies soll in
Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen erfolgen. Alle Ihre Daten
werden während der Eingabe automatisch pseudonymisiert, d. h. Ihren
Daten wird ein Kennzeichen zugeteilt, von dem nicht auf Ihre Person
zurückgeschlossen werden kann. Sämtliche Daten werden vertraulich und
im Sinne des Datenschutzes behandelt. - Entwicklung eines klinischen Fragebogens (Rating scale)
Hierbei handelt es sich um einen Fragebogen, welcher sowohl
neurologische als auch psychiatrische und internistische Symptome
berücksichtigen soll. Dies ist insofern wichtig, um das breite Spektrum
der klinischen Symptome und den Krankheitsverlauf zu überblicken. Des
weiteren unentbehrlich für Therapiestudien und letztendlich hilfreich
zum Vergleich Phänotyp/Genotyp. - Durchführung einer Therapiestudie
Nach Schaffung der
bundesweiten Morbus Wilson Datenbank sollen die Teilnehmer kontaktiert
werden bzgl. einer möglichen Teilnahme an Therapiestudien, deren genaue
Planung aktuell noch Gegenstand der Diskussion ist. Derzeit wird z.B.
überlegt, eine Vergleichsstudie zwischen D-Penicillamin und Zink oder
Trientine im Hinblick auf die Wirksamkeit und Verträglichkeit
durchzuführen. - Kostenanalyse
Entwicklung eines Fragebogens zur Bestimmung der direkten und indirekten Kosten, die durch die Erkrankung entstehen.
Das
Erreichen dieser Ziele gelingt natürlich umso besser, je mehr Patienten
sich an dem Netzwerk beteiligen. Für Kontakte und weitere Nachfragen
stehen Ihnen Frau Barbara Leinweber oder Herr Dr. Carsten Möller der
Neurologischen Klinik in Marburg zur Verfügung. Sie können sich
natürlich auch an das Netzwerksekretariat wenden.
Projektleiter: Prof. Dr. W. Oertel
Ansprechpartner: Dr. C. Moeller, Frau B. Leinweber
Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Marburg
Rudolf-Bultmann-Str. 8
35039 Marburg
Tel. Dr. Moeller: 06421/286 5338
Tel. Fr. Leinweber: 06421/286 5257
e-mail: moellerc@staff.uni-marburg.de ; Bleinweb@med.uni-marburg.de |