Das Projekt zu den Hereditären
Spastischen Spinalparalysen (HSP) wird von Herrn Prof. Dr. L. Schöls in
der Neurologischen Klinik der Universität Tübingen koordiniert. Im
Rahmen dieses Netzwerks wurde ein einheitlicher Standard für die
Untersuchung von HSP-Patienten geschaffen. Hierdurch wird eine
Vergleichbarkeit der erhobenen Befunde zwischen verschiedenen Zentren
ermöglicht. Dieser kommt entscheidende Bedeutung sowohl für die
Erforschung der Ursachen der Erkrankungen (Genetik der HSP) als auch
für die Aufdeckung solcher Faktoren zu, die den Verlauf der Erkrankung
beeinflussen (Genotyp-Phänotyp-Analysen). Scheinbar einfach, bislang
jedoch nicht systematisch untersucht ist der natürliche
Erkrankungsverlauf bzw. seine Variabilität bei verschiedenen Patienten.
Die Kenntnis des natürlichen Verlaufes ist eine wichtige Voraussetzung
für die Planung von Therapiestudien. Im Rahmen dieses Teilprojektes
wird derzeit ein Score (Maßstab für die Schwere der Erkrankung)
etabliert, mit dem in zukünftigen Therapiestudien die Wirkung von
Medikamenten nachgewiesen werden kann.
Alle Patienten, die an
der Etablierung dieses HSP-Scores mitarbeiten wollen, sind eingeladen
sich in einer der unten genannten Spezialambulanzen untersuchen zu
lassen. Sie werden gebeten sich nach Unterzeichnung einer
Einverständniserklärung Blut für genetische Untersuchungen abnehmen zu
lassen. Dieses wird in der zentralen DNA-Bank in Tübingen gesammelt und
kann dann für HSP-Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden.
Voraussetzungen
für den Erfolg eines solchen Netzwerkes ist in erster Linie die
Teilnahme möglichst vieler Patienten und Familien mit HSP, dann aber
auch die gute Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen bzw. der
Tom-Wahlig-Stiftung.
HSP-Spezialambulanzen, die an der Evaluation des HSP-Scores mitarbeiten:
- Bochum:
Frau Dr. Otto, Neurologische Klinik der Ruhr-Universität, St. Josef
Hospital, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, Tel: 0234-5092420
- Hamburg: Frau Dr. Sach, Herr M. Dirks, Dr. B. Heimbach,
Neurologische Klinik – Universitätsklinikum Eppendorf, Martinistr. 52,
20246 Hamburg, Tel: 040-428032780
- Jena: Herr Dr. Kunze, Neurologische Klinik – Universität Jena, Erlanger Allee 101, 07747 Jena Tel: 03641-9323450
- Mainz: Herr Dr. Klimpe, Neurologische Klinik – Universität Mainz, Langenbeckstrasse 1, 55101 Mainz, Tel: 06131-173110
- Regensburg:
Herr Dr Z. Kohl, Neurologische Klinik – Universität Regensburg,
Universitätsstrasse 84, 93053 Regensburg, Tel: 0941-9413003 oder 3002
- Tübingen: Frau R. Schüle, Zentrum für Neurologie, Universitätsklinikum, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen, Tel: 07071-2985165
- Ulm: Herr Dr. Kassubek, Universitätsklinik Ulm – Abteilung Neurologie, Oberer Eselsberg 45, 89081 Ulm, Tel: 0731-50050981
Projektleiter: Prof. Dr. L. Schöls
Ansprechpartner: Frau Rebecca Schüle-Freyer
Zentrum für Neurologie
Universitätsklinikum Tübingen
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen
07071-29 85165
Tel.: 07071/29 85165
Fax: 07071/29 5260
e-mail: rebecca.schuele-freyer@uni-tuebingen.de |